Über mich

In der Coronazeit ist das Gefühl besonders stark, aber eigentlich merke ich es fast jeden Tag: Ein leises Ziehen in der Brust, ein zunächst undefiniertes Sehnen, das sich mit der Zeit in eine zunehmende Unruhe verwandelt. Als hätte jemand erst vorsichtig, dann immer fester einen schmalen Faden um mein Herz gewickelt und beginnt jetzt daran zu ziehen und zu ruckeln. Erst vorsichtig, dann immer stärker. Bis der Faden ins Herz einzuschneiden beginnt, das Ruckeln drängender wird und schmerzt.

Wenn ich diesem Gefühl nicht nachgehen kann, wird die Unruhe nach und nach in Unwillen übergehen, sich schleichend aber unaufhörlich zu Unmut und schließlich Nervosität und Verstimmung transformieren. Damit es mir wieder besser geht, muss ich schnellstens wieder raus. Oft reicht eine Nacht. Oder zwei. Aber ich muss in der Natur aufwachen, unter freiem Himmel oder im Zelt, am liebsten auf einer Insel, wo alles schön überschaubar und begrenzt ist. Gewaschen wird sich am Fluss, am See oder gar nicht. Ich muss zu Fuß unterwegs sein, mit dem Rad oder Kajak. Schön langsam.

Schön.

Langsam.


In diesem Blog sammle ich ausgewählte Texte rund ums klimafreundliche Reisen, Outdoorleben und Draußen-Sein. Manche wurden schon in Outdoorzeitschriften oder auf Reiseseiten veröffentlicht, manche warten noch drauf, von euch entdeckt zu werden. Über Kommentare und Anfragen freue ich mich!