Spitzbergen und die Kreuzfahrtschiffe

Longyearbyen: Die Schönheit der Stadt liegt im Auge des Betrachters – und in der spektaklulären Umgebung. Foto: © Andrea Sievers

Die norwegische Inselgruppe Spitzbergen ist nur rund 1000 Kilometer vom Nordpol entfernt und damit ein beliebtes Reiseziel für Kreuzfahrtschiffe mit arktischen Destinationen. In den letzten zehn Jahren liefen immer mehr dicke Luxuspötte den kleinen Hafen von Longyearbyen an.

2000 Menschen leben fest in der eher verschlafen wirkenden Hauptstadt Spitzbergens mit ihren 2000 festen Einwohnern. Wenn ein großes Kreuzfahrtschiff anlegt, schlendert gern mal die doppelte Anzahl an Tourist*innen durch die wenigen Straßen, trinkt vielleicht eine Tasse Kaffee, kauft einen Becher mit Eisbärmotiv und nimmt dann schnell wieder den Shuttle zum abendlichen Dinner auf dem Schiff. Sprich: Kreuzfahrttourist*innen lassen wenig Geld im Ort, während die Schiffe Schadstoffe in die Luft pusten und mit ihrem CO2 Ausstoß die Erderhitzung ankurbeln. Sie sind deshalb nicht besonders beliebt bei Spitzbergens Einwohner*innen, wie eine Umfrage der lokalen Zeitung Svalbardposten andeutet: 750 Menschen wurden befragt, davon sind 60 Prozent der Meinung, Kreuzfahrtschiffe sollten am besten ganz aus Longyearbyen verschwinden.

Jetzt wird’s jedenfalls erst einmal teuer für die Branche, denn Longyearbyen erhöht seine Hafengebühren drastisch! Grund ist dabei zwar auch die Regulierung des Massentourismus, aber im Vordergrund steht wie so oft dann doch der schnöde Mammon.

Mehr dazu könnt ihr in meinem Artikel für Spitzbergen.de nachlesen:

>>Longyearbyen – der teuerste Hafen der Welt?

Bei Touristen beliebtes Fotomotiv in Longyearbyen: Der Eisbärzaun um den Spielplatz, Foto: Andrea Sievers
Auch sehr beliebt: „Waffen bitte draußen lassen“ Schild an der Bank SpareBanken, Foto: Andrea Sievers
Möchte man in Longyearbyen nicht wirklich treffen. Sind trotzdem ein beliebtes Motiv – zur Not eben nur auf dem Kaffeebecher, auf der Mütze, als Praline, auf dem Handtuch, auf der Trinkflasche, als Lesezeichen… Foto: Laila Wang